Montag, 18. September 2017

Geschossen und gefallen und doch noch groß herausgekommen: der Knollenfenchel


Oh weh, nun ist er doch noch geschossen und umgefallen, der schöne Knollenfenchel in meinem Garten 😭
Ich hatte noch so viel mit ihm vor. Er sollte z.B. mal ein Fenchel-Orangensüppchen werden -
so eins, was ich mal in einem Restaurant gegessen habe.


Aber dann fand ich die Blüte eigentlich ganz hübsch und aus dem
 Gemüse ist ein wunderschöner Blumenstrauß geworden,
der sogar ziemlich lange hält!


Dieser hier hat gestern sogar zur offenen Gartentür am Eingang gestanden 
und hat alle Besucher begrüßt:

Erkennt ihn die eine oder der andere vielleicht wieder?
Ich habe mich auf jeden Fall gefreut, dass sich so viele auf den Weg zu uns gemacht haben.

Vielen Dank dafür!

Freitag, 15. September 2017

Abschied von der Gartensaison

Hallo Krötel, was ziehst du denn für ne Schnute?


Verstehe, Sommer zu Ende! Nur noch ein offener Gartentag ...

Jeder, der uns wohlgesonnen ist ist herzlich eingeladen.



Und ... wir lassen niemanden im Regen stehen.



Tag der offenen Gärten in Rheinhessen.
zum letzten Mal in 2017

17. September 2017 von 10 - 17 Uhr
Mit Kaffee und Kuchen von der Obstwiese.
Was herzhaftes gibt's auch.

Alle Gärten die geöffnet haben findet ihr unter:

Herzlich Willkommen!

Montag, 4. September 2017

StillLeben mit Sempervivum

Eigentlich ist schon (fast) alles über Sempervivum gesagt und geschrieben worden. 
Deshalb heute nur ein StillLeben
mit Sempervivum und Begleitung. 
Aus dem Herbstgarten von majoRahn:





 














Nach sooo vielen Jahren sage ich nur:

"still Sempervivum!"


Mittwoch, 30. August 2017

Geschichten, die der Garten erzählt: Tithonie

Im Garten gibt es immer wieder überraschendes und hinter jeder Pflanze verbirgt sich eine Geschichte. Heute erzähle ich die Geschichte von Tithonos, der der Tithonie den Namen gab.



Die einjährige Blume Tithonie rotundifolia ist auch als "Mexikanische Sonnenblume" bekannt. Sie stammt ursprünglich - na woher wohl - aus Mexiko, wo sie sage und schreibe vier Meter hoch werden kann! Bei uns ist sie in diesem Jahr 1,70 Meter hoch geworden, was ja auch schon ganz beachtlich ist!


Ich säe sie schon früh im März im Wohnzimmer aus, wo sie auch ihre Kindheit verbringen darf. Erst ab Mai darf sie in den Garten, denn als Mexikanerin verträgt sie keine Kälte. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit bis sie zur vollen Größe heranwächst und dann endlich im Hochsommer zu blühen beginnt. Zinnoberrot heißt die Farbe ihrer Blüten. Manche vergleichen sie mit einer Riesentagetes, die unermüdlich bis zum ersten Frost blüht. Für Hummeln und Bienen ist sie ein gefundenes Fressen.


Und das ist die Geschichte:

Die Göttin der Morgenröte Eos, auch als Aurora bekannt, verliebt sich unsterblich in des Sohn eines trojanischen Königs. Er hieß Tithonos. Sie wollte ihm ein ganz besonderes Geschenk machen: nichts geringeres als das ewige Leben. Sie bat Zeus, ihr diesen Wunsch zu erfüllen, vergaß aber dabei, ihn auch um die ewige Jugend für ihn zu bitten. Tithonus wurde älter und älter und schrumpfte zuletzt so zusammen, dass am Ende nur noch seine keifende schrille Stimme übrig blieb. Und so wurde er zu einer Zikade. (Quelle Wikipedia)

 
Während ich das hier schreibe, ist es dunkel geworden. Ohne Unterlass zirbt draußen eine Grille und ich denke an den armen Tithonos.




Freitag, 4. August 2017

Meine Dah(r)linge

 

Es wird immer behauptet, Dahlien würden viel zu viel Arbeit machen. Erstens stimmt das gar nicht und zweitens: wennschon! Dafür bedanken sie sich vom Juli bis weit in den Oktober hinein mit herrlichen Blüten. Wenn - ja wenn nicht eine Frostnacht binnen Stunden alles zunichte macht. Aber daran will ich überhaupt noch nicht denken!


Meine Lieblings-Dahlienfarbe ist Rot. Ausschließlich Rot!  Sie stehen bei mir im Kräuter- oder Gemüsegarten.  




Denn dort ist immer Bewegung, ständig muss etwas erneuert werden.


Dahlien sind Divas. Sie lassen sich nicht gut in eine Rabatte integrieren.  Aber einzeln und zwischen Kräutern kommen sie ganz groß raus.



Inzwischen sind sie sogar so groß geworden, dass ich zu ihnen aufblicken kann.



Eine meiner "roten" Dahlien ist etwas Besonderes.



Sie ist so schön, dass SIE heute nicht dran glauben muss. Denn ich bin in den Garten gekommen, um mein Nachtessen zu ernten. 

Diese da vorne wird es sein: sie kommt mit in die Küche.



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Und nun ziert meinen jungen Blättersalat mit Himbeeren und einer Himbeerdressing. Hmmmmm!



Meine Da(h)rlinge habe ich einfach zum Fressen gerne!



Die Arbeit mit Dahlien im Zeitraffer:
  • Mitte April Dahlien aus dem Überwinterungsquatier holen. Wässern und ein paar Tage im Schatten liegen lassen. Frost dürfen die Knollen nicht abbekommen.
  • Nach ca. einer Woche einpflanzen. Bei Fostgefahr Eimer über die Pflanze stülpen.
  • Erstes Grün vor Schnecken schützen.
  • Rechtzeitig eine Pflanzenstütze aufstellen.
  • Wachsen lassen und bewundern!
  • Verblühtes wird immer mal wieder rausgeschnitten. Das fördert die Blütenbildung.
  • Nach dem ersten Frost wird die Dahlie zurückgeschnitten und aus der Erde geholt - je später, je besser. Dann wird die Knolle gesäubert, grob geteilt und trocknen werden lassen.
  • Knollen in Papier packen, in einen passenden Topf legen, dunkel, kühl und frostfreilagern.

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